Gran Canaria

Ende Oktober bis Anfang November 2010 fliegen auf die kanarische Insel Gran Canaria. Für sieben Tag haben wir uns ein Auto gemietet, um auch etwas von der Insel sehen zu können.


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Puerto Mogan

Die Touristen wohnen alle im Süden, alle in Riesenhotelkästen oder Appartements. Es gibt Wohnsiedlungen die über 22 Stockwerke an den Hang gebaut sind. 10 Stockwerke rundum in einem Tal sind üblich. In Playa Amadores, nahe Puerto Rico, habe wir ein Seitental gefunden, das nicht ganz so schrecklich verbaut ist, nur zu zwei drittel. Aber das reicht. Die meisten Leute liegen sowieso nur am Strand auf den Liegen oder im Hotel am Pool. Viele bewegen sich nur zu den Mahlzeiten hin. Wir haben versucht, ein wenig von der Insel zu sehen, vor allem im Landesinneren im Gebirge und auch im Norden der Insel, wo es grün ist und die Einheimischen wohnen.

Zuerst fahren wir mit dem Bus die paar Kilometer nach Puerto Mogan. Das ist ein hübsches Städtchen. Man kann durch die Gassen schlendern und in einem der vielen Lokalen einkehren. Im Reiseführer lesen wir, dass Freitags Markt ist. Auch wenn alle Touristen dahingehen: Ersparen Sie sich das, es gibt nur Billigware für Touristen.


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Puerto Mogan, Hafen

Wir nehmen ein Schiff zurück entlang der Küste bis Puerto Rico. Von der Stelle, wo das Schiff anlegt, führt ein guter Weg zwanzig Minuten unterhalb der Straße entlang hinüber nach Playa Amadores. Wenn man Richtung Meer schaut, ist es wunderschön. Am Berghang entlang stehen die Hotelkästen.

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Die Dünen von Maspalomas

Mit dem Mietwagen fahren wir hinauf ins Gebirge, über Mogan den Abzweig nach Ayacata. Von da ist es nicht mehr weit zum Parkplatz, von dem aus ein guter Pfad hinauf zum Roque Nublo führt. Diesmal ohne Nebel und mit guter Sicht bis zum Theide.

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Der Roque Nublo – Der Pico de les Nieves im Hintergrund

An der Straße nach San Bartolome finden wir nach etwa 2-3 km in einer Rechtskurve links ein kleines, gemütliches Lokal, indem auch Einheimische sitzen. Es gibt Kaninchenteile. Es sind heute nur 105 km, aber wir benötigen dafür dreieinhalb Stunden.

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Abends der Blick von unserem Hotel zur Playa Amadores

Wir fahren wir in den Nordosten. Da ist es grün und die Einheimischen wohnen dort. Von Agüimes hinauf bei Mazargan ist fast durchgängig Industrie. Als wir die Autobahn bei Teror verlassen und hinauffahren beginnt das dörfliche Leben. Es ist heute wolkig und neblig, ab und zu fallen Regentropfen. Überall ist es grün.

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Agüimes – Teror

Teror hat eine schön herausgeputzte Altstadt. Wir fahren weiter hinauf nach San Meteo, drehen dann aber wieder um, weil wir vorher ein Restaurant gesehen haben. Da sind wir fast die einzigen Gäste, obwohl auch mal ein Bus unterkommen kann. Wir essen Zicklein und trinken Wein aus der Gegend. Den einzigen der Insel, den wir zu trinken bekommen. So gelingt es uns stets, ein nettes und gutes Lokal zu finden.

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Die tollste und wildeste Straße der Insel, die noch asphaltiert ist, führt von San Nicolas nach Artenara (GC 210). Sie ist so eng und manchmal so steil, dass man schon einmal die Luft anhält.

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Barranco de la Aldea
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Über Artenara fahren wir an das Meer nach Puerto de las Nieves. In einer Lagerhalle, die zu einem fischrestaurant umgebaut wurde, essen wir einen hervoragenden Fisch für zwei Personen. Den schaffen wir nicht. Eigentlich reicht er für vier. Zurück fahren wir auf der Küstenstraße nach San Nicolas. Die ist zwar gut befahrbar, aber es gibt kaum Stellen, wo man anhalten kann, ohne den Verkehr zu behindern. Zumal hier auch ab und zu Lkws unterwegs sind. Der Fahrer sieht nichts, weil er sehr konzentriert fahren muss, der Beifahrer, wenn er aussen sitzt, hat erschreckende Tiefblicke und kann sich auch nicht freuen. Besser man fährt durchs Landesinnere und La Palma wieder zurück. Vor lauter Autofahren sind wir nicht zum Wandern bekommen. 200 km sind wir an diesem Tag gefahren. Mit Mittagspause sind wir über 8 Stunden unterwegs.

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Las Palmas vom Pico de Bandama
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