Madeira

Im Verlauf von zehn Jahren besuchten wir Madeira drei mal: Zweimal im Herbst und einmal im Mai. Vom Flugplatz gelangt man eigentlich immer gleich einmal nach Funchal, einer Stadt mit viel Verkehr, fast alle Hotel findet man in dieser Stadt, auch auf der Fahrt vom Flugplatz an der Küste entlang zur Stadt.


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Funchal, Hafen

Neben dem farbenfrohen Markt (den man am besten vormittags besucht, wenn der Fischmarkt noch zu sehen ist) bietet Funchal einiges an Sehenswürdigenkeiten. Viele kleine Gassen mit Geschäften und Lokalen gibt es. Und eine Kathedrale, die von aussen eher unscheinbar wirkt.

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Markthalle in Funchal
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Funchal, Kathedrale

Als Renate und ich 2005 zu unserer Inselrundfahrt starteten, hatten wir lediglich ein Fahrzeug gebucht, die Unterkünfte überließen wir dem „Zufall“. Da wir in Canico und Umgebung nichts fanden, was uns zusagte, fuhren wir durch Funchal nach Camara de Lobos zu unserer verspäteten Mittagspause.

Von unserem Hotel Calheta Beach (das an einem aufgeschütteten, vor den Wellen geschützten Sandstrand liegt) fuhren wir hinauf nach Rabacal. Wie oft in Madeira fanden wir nicht immer alles gleich auf Anhieb. Wir stellten das Auto oben an der Landstrasse ab und gingen zuerst hinab zum Forsthaus Rabacal und dann die Levada entlang zu den 25 Quellen.


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Einmal sind wir die Höhenstraße 110 oberhalb Rabacal weitergefahren Richtung Porto Moniz, ein andermal wieder hinunter zu Küste. In Paulo do Mar liegt oberhalb auf einer Felsnase ein hübsches Lokal, in dem man gut Fisch essen kann. Auch kleine Portionen, man muß nur in der Küche fragen. So gestärkt ging die Fahrt weiter zum Leuchtturm Ponta do Pargo.

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Neben dem Leuchtturm gibt es ein nettes Lokal mit toller Aussicht und in der Nähe ein paar Pensionen, die 2005 noch nicht so ganz fertig aussahen und uns deshalb zur Weiterfahrt nach Porto Moniz bewegten. Wenn man zur Levada da Janela möchte, befindet sich die Abfahrt hinter Santana. Da gelangt man zur „Vorzeigelevada“ von Madeira.

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Levada da Janela – Porto Moniz

Oberhalb vom Meeresschwimmbad liegt ein tolles Restaurant im ersten Stock mit einer empfehlenswerten, einfachen Pension. Die Nordküste schließlich fährt man am besten von Sao Vincente nach Porto Moniz, da die alte Küstenstraße in diese Richtung Einbahnstraße ist.

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Nordküste

Bei Santana übernachteten wir in der Quinta do Furao. Das Restaurant nebenan war 2005 vorzüglich, ließ jedoch 2008 in der Kochkunst sehr nach. Aber vielleicht wird es ja in den späteren Jahren wieder. Von dieser Quinta aus führt ein wundervoller Wanderweg zuerst an der Steilküste entlang, dann einen Pfad in Serpentinen hinab nach Calhau und schließlich am Meer entlang bis ein Pfad steil hinauf nach Sao Jorge zum Leuchtturm führt.

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Oben in Sao Jorge befindet sich ein Stück Weg entfernt vom Leuchtturm die wundervolle Igrea do Sao Jorge mit einem so nicht vermuteten einzigartigen Altar.

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Direkt hinter der Kirche gibt es ein kleines, gemütliches Restaurant, das zu einer Stärkung nach diesem doch recht langen Weg einlädt. Danach sollte man versuchen von hier für den Rückweg ein Taxi zu bestellen. Der Weg per Bus zurück ist abenteuerlich und vom Fahrplan her ungewiß.

Wir überlegten, den Pfad vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo zu gehen. Dazu hätten wir ein Auto am Parkplaz Achada do Teixeira am Abend zuvor abstellen müssen, um mit dem zweiten Auto morgens früh vom Parkplatz am Arieiro zu fahren und das auch später noch abzuholen. Ein zu volles Tagesprogramm für uns. Da zumal das Wetter nicht beständig war, entschlossen wir uns zum Parkplatz Teixeira zu fahren, und den angelegten Pfad zur Hütte im Nebel zu gehen. Die Sonne kam schließlich auf halben Weg zum Gipfel. Die Wolken stauten sich von Osten.


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Der Levada-Weg Queimadas beginnt an den Casas das Queimadas. Zuerst gemütlich und schließlich immer enger und phantastischer werdend durch einige Tunnels zu der Caldeirao Verde, einem engen hohen Kessel. Der Weg hierher wurde 2006 vollständig renoviert und mit neuen Geländern ausgestattet.

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Die Blumeninsel macht ihrem Namen alle Ehre, obwohl der ewige Frühling hier nicht immer zu finden ist. Es kann im Herbst bitterbös regnen und stürmen.

Das erlebten wir besonders im Herbst 1997, als ich mit zwei Freunden zum ersten mal auf Madeira war. Ahnungslos gingen wir nach einigen heftigen Regenfällen in die Levada von Queimadas hinein. Diese bis zum Ende, dem Kessel in der Caldeirâo do Inferno. Da kam das Wasser wirklich aus allen Richtungen.


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Der Weg führt noch weiter zur Caldeira Inferno. 2008 steht da ein Gesperrt-Schild. Ein Mann kam entgegen und meinte, es sei gar nicht so schlimm. Wohl noch so wie in 1997, als wir nach starken Regenfällen gingen, durch mehrere Wasserfälle hindurch mussten und schließlich in der Caldeirao Inferno ankamen, die ihrem Namen alle Ehre bereitete.

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Caldeirao Verde

Letztes Ziel war die Halbinsel Sao Lourenco. Man fährt bis zum Parkplatz hinter Canical und kommt vorher (2008) entlang riesiger Baustellen. Der Wanderweg ist nicht lange, aber auch hier hat man den Weg neu befestigt, um den Strom der Touristen ein wenig zu kanalisieren zum Schutz der Natur.

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