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Nachdem wir 2009 schon unsere dritte Woche (nach 2006 und 2007) Ende Oktober in Mallorca verbrachten, meinte ich, nun doch endlich einmal davon auf meiner Site zu berichten und von manchen Vorurteilen, die dieser Insel immer noch anhaften, einiges klarzustellen. Wir waren stets Ende Oktober hier in Porto Soller, einem liebenswerten, nicht zu großen Hafenort, als die Touristenströme schon erheblich geringer wurden.
Soller liegt ziemlich in der Mitte des gebirgigen Mallorcas, wunderschön umgeben von Bergen mit allen Möglichkeiten für Rundfahrten und Wanderungen. Manchmal bemühten wir Bus, Taxi oder Mietwagen. Aber es gibt auch genügend Wanderungen direkt vom Ort aus.
Zu unserer Reiszeit ist keine richtige Badesaison mehr. Jedoch waren wir in der sonnigen Woche 2009 auch im Meer zum Schwimmen. Die großen Hotelsiedlungen sind zudem weit entfernt. Auch die Zentren, die mit Lokalen und Diskotheken das Feiern bis in den Morgen anbieten. Die Badetouristen verlieren sich selten in das Gebirge.
Der Landeanflug nach Palma über Porto Pollenca und Kap Formentor.
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Mallorca
Wanderungen in der Serra de Tramuntana
Porto Soller
Da wir stets früh in Porto Soller ankamen, fuhren wir gemütlich mit der wackeligen Tram nach Soller. Von dort spazierten wir nachmittags am Sportplatz vorbei, die Straße Cami de sa Fiduera entlang, querten die Straße, die nach Pollenca führt und gingen hinauf zum Coll Borrassa. Kurz darauf biegt ein neuer Weg ab nach Pto. Soller. Wir gehen jedoch immer rechts durch das Tor und erreichen nach einer Weile die Finca C'an Alsonso. Dort gibt es frisch gepressten Orangensaft und auch belegte Brote mit Wein.
Über Deija fahren wir nach Banyalbufar. Noch bevor man in den Ort gelangt, liegt oben an den Serpentinen ein kleiner Parkplatz. Von dort führt ein wunderschöner fast ebener Weg nach Port d'es Canogne.
Banyalbulfar

Man hat immer wieder tolle Ausblicke aufs Meer. Besonders auch auf einer Wanderung von Pto. Soller hinauf zum Leuchtturm, etwas ins Landesinnere zur Hütte Muleta und hinab ans Meer zum Restaurant. Vor diesem Restaurant überquert man das trockene Bachbett und folgt diesem Weg hinab zum Meer. Von da an gibt es Wegweiser und viele Steinmänner in ständigem Auf und Ab zur Cala de Deija. Das ist eine Tagestour und man muss Getränke und Verpflegung mitnehmen.
Blick zurück Richtung Leuchtturmhügel
Cala de Deija
Die Wanderung zum Castell d'Alaro führt uns auch zu einem hervorragenden, einfachen Restaurant. Wer daran vorbei geht hat etwas versäumt. Wir fahren über Bunyola nach Orient und kurz dahinter bei km 11,8 beginnt der Weg durch ein Eisentor sofort nach links hinauf, zuerst leicht ansteigend, dann recht steil durch den Wald zu einem Parkplatz und noch eine halbe Stunde weiter zum Castell. Von dort sieht man schon unten das Restaurant es Verger. Dahin wollen wir. Zuerst Richtung Alaro. Dann erreicht man den Fahrweg. Und nach rechts hinauf nach Verger. Da gibt es u.a. Lammschulter und Rotwein in Flaschen ohne Etikett, alles ganz einmalig.
Castell d'Alaro - Finca es Verger
Mit dem Taxi fahren wir hinauf zum Stausee Cuber. Von dort aus schaut man schon auf den nicht so hohen Col de L'Ofre, 904 m hoch. Von dort wollen wir durch den Barranc De Biniaraix zu eben diesem Ort absteigen, etwa 800 Höhenmeter. Zuerst geht es gemütlich hinab zur Alm L'Ofre und nun ein teils schmaler, teils gepflasterter, etwas abenteuerlicher Weg hinab ins Tal von Soller.
Cuber Stausee - Am Coll de L'Ofre
Alm L'Ofre - Weg zum Barranc de Biniaraix
Von Cala Tuent führt an diesem Küstenstreifen ein aussichtsreicher Pfad entlang bis hinauf zum Coll de Biniamar. Wir sind wieder zurück gegangen nach Tuent. Man kann weitergehen bis Soller, dann ist das eine stramme Tagestour.

An anderen Tagen haben wir uns viele Dörfen angesehen, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite der Tramuntana. Besonderheiten im Süden und Südosten sind der Wochenmarkt in Inca, die renovierte Altstadt von Alcudia.
Pfarrkirche Sant Jaume
Von Alcudia fährt man wunderschön die Bucht entlang nach Porto Pollenca mit seinem schönen familienfreundlichen Strand. Auch die Hauptstadt Palma ist ein Besuch wert. Wir nahmen den Bus von Pto. Soller und zurück die Eisenbahn, den roten Blitz. Uns bleibt auch für einen künftigen Urlaub noch viel zu sehen und zu wandern.
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