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Seit etlichen Jahren verbringen wir eine Woche in Schenna oberhalb von Meran. Das erste Jahr für Wanderungen. Seitdem wir ein e-Bike haben auch für Fahrradtouren. Das "e" braucht man schon die steile Auffahrt vom Parseier-Tal nach Schenna (ca. 300 Hm). Und dann besonders: Das letzte teilweise sehr steile Stück zu unserem geliebten Hotel Grünwalderhof (ca. 150 Hm).

Unsere gebuchte Woche in Schenna im Mai 2020 wurde abgesagt wegen den Corona-Infektionen. Aber nach und nach entspannte sich die Lage und so unternahmen wir Ende Juli - endlich nach vielen Einschränkungen - eine erneute Anreise mit Auto und Rädern.

Eine sehr angenehme Woche. Bei hohen Temperaturen und Gewittern am Abend. Und tagsüber Sonne pur.

Auch 2022 entdeckten wir neue Varianten: Nach Dorftirol und von Sigmundskron nach Kaltern.



Meran - Schenna



Der Ausblick von unserem Hotel über Meran und hinauf zum Rechenpass. Weiter rechts neben dem Foto schaut man ein wenig in das Parseier-Tal.

Alle Radtouren funktionieren auch direkt von Meran aus. Und man erspart sich die 450 Hm hinauf zu unserem Hotel. Aber ohne Mühe gibt es keine Belohnung.


Schenna, Auffahrt mit dem Rad - Parseier Tal

Radtour 1: Parseier-Tal
Zur Tourist-Info in Schenna. Rechts vorbei und hinunter. Zuerst etwa 200 m bis zu einem Abzweig. Nach links gibt es einen asphaltierten Weg. Der beansprucht aber wirklich sehr stark die Bremsen. Wir ziehen es vor den Riffanerweg geradeaus zu fahren. Der ist später etwas ruppig. Mit etwas Vorsicht geht das gut. Schließlich fahren wir vor einer Brücke nach rechts zum "Apfelhotel" und reservieren einen Tisch für die Mittagspause. Dieses "Apfelhotel" umgeben von Apfelplantagen ist auch einer unserer Lieblingsplätze.

Danach fahren wir weiter die Passer hinauf über St. Martin bis St. Leonhard. Dort oben an einem etwas größeren Platz befindet sich halbrechts ein nettes Cafe/Bar.

Wie man sieht, verschmähten wir es nicht, ab und zu einmal einzukehren.

Flott geht es nun hinab. Wir haben gar nicht bemerkt, wie ständig es bergauf ging. Dank "e".

Später ist ausreichend Zeit Meran anzuschauen. Natürlich auch die Geschäfte. Bevor uns der endgültige Aufstieg fordert. Aber auch das wird uns in den folgenden Tagen besser gelingen.


Radtour 2: Nach Bozen
Damit uns mehr Zeit in Bozen bleibt, fahren wir mit Auto und Rad nach Burgstall zum Bahnhof und parken dort. Nun sind es etwa 20 km einfach nach Bozen und zurück plus. Wenn es in Bozen zu lang wird, kann man auch den Zug zurück nach Burgstall nehmen. Aber bis Sie zum Bahnhof kommen, ein Ticket gezogen haben, sind Sie auch (mit "e") flott zurück in Burgstall. Und ersparen sich freundliche Hinweise des Bahnpersonals, was Sie falsch gemacht haben.

Wir fahren über die Brücke hinüber nach Lana und suchen die Weinstraße. Aber es gibt keinen Wein. Es ist eher eine Apfelstraße. Aber irgendwie findet man hinunter an die Etsch und nach Bozen. Da fährt man wohl am Besten zum Bahnhof und biegt dann ab in die Altstadt. Vorher geht das auch, aber man muss es erst finden. Im Zentrum ist alles gut. Etwas Südtirol. Mehr Italien.

Und da auch wieder ein Tipp: Die FranziskanerStuben findet man bei der Franziskanerkirche in der Franziskanergasse. Absolut einfach.



Rechensee bei Graun - Kloster Marienberg

Radtour 3: Vom Rechenpass nach Meran

Jetzt wird es spannend. Vom Rechensee 80 km nach Meran und danach noch die 450 Hm zu unserem Hotel. Jedoch geht es bis Meran 1200 Hm abwärts. Das merkt man nicht immer.

Ein Bikeshuttle bringt einem von Schenna (ab 9 Uhr Feuerwehrhalle), Meran (ab 9:20 Uhr, Thermenparkplatz) oder Algund zum Rechensee nach Graun. Von Mai bis Oktober jeden Mittwoch. Ggf. Freitags. Für 20 Euro pro Person und Rad. Anmelden können Sie sich im Tourismusbüro. Die Fahrradroute ist nicht zu verfehlen. Mittagspause evtl. in Glurns oder auch in Laas. Da fährt man ein Stück in den Ort hinein.



Je nach Verkehr kann man gegen 11:15 Uhr in Graun losfahren. Etwa von km 10 bis km 20 nach Glurns geht es fast nur bergab, teilsweise recht steil. In dem sehr schönen Städtchen Glurns sollte man sich etwas Zeit nehmen.


Es gibt ab und zu Gelegenheit einzukehren und eine Pause einzulegen. Bei schönem Wetter eine wunderschöne Radtour, vielleicht die Schönste im Meraner Tal.


Radtour 3: Meran - Algund - Dorftirol

Schon zweimal haben wir Dorftirol nicht erreicht, wir waren immer auf schlechten Wegen in den Apfelplantagen stecken geblieben. Auch auf Empfehlung des Tourismusbüros. Wir sahen jedoch in Meran an Schild mit dem Hinweise: Tirolo. Dazu fahren wir die Passer hinab nach Meran bis zu einer Brücke, dort hinüber und da sieht man nach rechts "Tirolo" und da kommt man gut, wenn auch größtenteils auf der Autostraße in den Ort.


2022 entdeckten wir eine bessere Variante: Hinab nach Meran, vorüber am Sissi-Denkmal, über die Brücke, durch den Turm nach links entlang der Geschäftstraße bis zum Ende. Die Via delle Corse nach rechts. Wieder durch einen Turm, nicht sofort nach links, sondern eine Straße später: Via Karl Wolf. Auch diese fährt man bis zum Ende, die Querstraße rechts, die Laurinstraße hinauf. Dann sieht man oben eine Kapelle. Da muss man hin. Man folgt der Straße in Serpentinen steil hinauf zum Schloss Thurnstein. Und weiter zum Schloss Tirol. Nach einem Tunnel sieht man rechts unten ein hervorragendes Gasthaus: Sandgruberhof. Dorftirol ist nicht weit. Man darf mit dem Fahrrad da nicht fahren. Aber wenn man vorsichtig ist stört es fast niemanden. Man fährt am besten den gleichen Weg zurück. Weiter nach Dorftirol gerade aus nach Meran wird der Weg später recht ruppig, die Landstraße hinab ist auch nicht so toll.




Radtour 4: Sigmundskron - Kaltern - Tramin - Neumarkt

Wir fahren mit Auto und Rad zum Bahnhof Sigmundskron und parken dort. Wir wollen die für Fahrradfahrer ausgebaute alte Bahntrasse nach Kaltern fahren. Das findet man viel leichter, als ich das vorher dachte. Wir fahren zur Straße, nach rechts über die Brücke und direkt links auf den Fahrradweg. Ein gutes Stück weiter kommt man zu einer großen Brücke, die nach links über die Etsch führt. Wir nehmen aber direkt rechts davon die kleine Brücke. Dort steht eine Hinweisschild "Eppan". Und schon befindet man sich auf der ehemaligen Bahntrasse. Man durchfährt zwei Tunnels mit Beleuchtung. Alles perfekt. Den Weg nach Kaltern kann man nicht verfehlen.

Zum Kalterer See geht es hinab ganz wunderschön durch die Weinberge. Nach Tramin geht es wieder hinauf. Tramin selbst steht sehr im Schatten von Kaltern. Aber unterhalb am Ortsende von Tramin steht eine neu erbaute Vinothek (Cantina Tramin).

Wir fahren hinunter an die Etsch (unterhalb der Cantina nach rechts immer geradeaus. Da kommt man in ein Industriegebiet und über eine Brücke in das hübsche Dorf Neumarkt. Mittagspause. Dann immer an der Etsch entlang Richtung Bozen. Vor Bozen teilt sich der Fluss. Man muss nach links. Das Schild nach Meran kann man leider nur sehen, wenn man zurück schaut. Da kommt man wieder zum Bahnhof Sigmundskron.


Tramin - Neumarkt

Radtour 5: Hafling - Leadneralm - Vöran - Aussichtspunkt Knottnkino

In Hafling Dorf gibt es einen Parkplatz. Links oberhalb führt die Straße zur Leadner Alm. Da kann man gut einkehren. Der Abzweig zum Aussichtsplatz findet man weit hinter Vöran bei der Alpenrose.


Radtour 6: Meran - Burgstall - Lana - Kellerei Meran

Die Cantina Meran ist dieser Ausflug wert. Wir fahren wieder an der Sissi vorüber zur Straße aber dort Richtung Bozen. Immer Richtung Bozen. Man gelangt an der Etsch nach Burgstall und dort über die Brücke nach Lana. Irgendwann sieht man ein Schild Richtung Tscherms. Man kann auch die Via Claudia Augusta entlang fahren, wenn man sie findet. Vor Marling sieht man an der Straße die Cantina Merano. Ein Stück weiter in den Ort gibt es Lokale für eine Mittagspause. Eins mit einer besonderen Terrasse und Blick über Meran.

Nach Meran fährt man hinab bis zu einem Kreisverkehr, etwas verzwickt nach rechts, wieder ein Kreisverkehr und nach links an der Pferderennbahn entlang. Da gelangt man zurück ins Zentrum von Meran.



Parseier-Tal



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