Paris

Jeder möchte einmal nach Paris. Wir buchten eine Busreise für 5 Tage. Mit zwei Abendessen includiert, ein wenig Freizeit, ganz wenig. Und Besichtung komplett, was man als Tourist sehen muss. Es geht los:

Eine kleine Stadtrundfahrt. Wir spazieren durch St. Germain und Quartier Latin und hinüber zu Notre Dame.

Der Bereich um den Invalidendom ist der zweitgrößte Komplex nach dem Schloß von Versailles. Von Ludwig 14. erbaut. Da wohnten bis zu 3000 Invaliden.

In dieser Kirche beten die ehemaligen Soldaten. Dahinter ist Napoleons Grab. Dort waren wir nicht. Die Fahnen stammen von den Ländern, die die französische Armee besiegt hat.

Immer noch keine einheimischen Leute außer Touristen. Das ändert sich schlagartig in Montmatre und Sacre Coeur. Da sind sicher auch einige Franzosen darunter.

Nach einem Vormittag frei bringt uns der Bus nach Chantilly. Dieses Schloß hat wirklich etwas.

Das Foto zeigt die Bibliothek. Daneben gibt es etliche Prunkgemächer, Gemäldegalerien und Privatgemächer. Während der Revolution wurde alles dem Erdboden gleichgemacht und bis Ende des 19. Jahrhunderts neu errichtet.

Zum Gala-Dinner ist für unsere Reisegruppe reserviert im Chateau D’Ermenonville, etwa eine halbe Stunde entfernt. Sehr angenehm in besonderem Rahmen.

An unserem zweiten freien Vormittag fahren wir mit der Metro zum Arc de Triomphe, spazieren die Champs Elysees entlang und schließlich zu dem absoluten Einkaufstempel Lafayette:

Nun gehen wir ins Schloß Versailles am letzten Tag:

Ludwig XIV. hatte so viele Kinder, deren Name er sich nicht merken konnte. Also hat er sie durchnummeriert. Er aß bis zu 32 Gänge. Was er nicht schaffte konnten sich seine Prinzen abkaufen.

Wir sehen nur ein Promille vielleicht allen Prunks. Und irgendwann begreifen wir, wie es da zur Revolution kommen konnte.

Der letzte Höhepunkt: Unser Abendmenü auf dem Eiffelturm, 1. Etage. Zur zweiten Etage kann man noch zu Fuß hinauf. Später mit dem Aufzug zur Spitze. Da waren wir nicht. Das Abendmenü kostet da 1500 Euro.

Ein toller Abend mit eindrucksvollen Ausblicken. Und auch hier – wieder keine Franzosen. Wir erlebten eine einzigartige Reise. Aber das Herz der Menschen hier haben wir nicht gespürt.


Wir fragen uns so nach und nach: Wo sind all die, die in Paris leben? Bei den Touristenhochburgen gibt es keine.  Überall wo wir hinsahen, gab es keine Einheimischen.

Wir wohnten in Bercy neben dem Sportstadion. Da sieht es schon anders aus. Auf der Straße, in den Lokalen, im Bahnhof Lyon.  Da gibt es noch Menschen, die in Paris leben. Alle anderen sehen wir in der Metro.