Rio de Janeiro

Anschließend an meine Reise nach Patagonien (1994) blieb ich noch ein paar Tage in Rio de Janeiro.


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Nach einer halbtägigen Stadtrundfahrt nehmen wir zu dritt den Bus nach Ipanema. Alle Busfahrer wollen wahrscheinlich einmal Formel-I-Pilot werden. In Ipanema sind wir den Strand mit ordentlichen Wellen entlanggelaufen und durch die Geschäftsstraße zurück zur Copacabana. Die Sandstrände von Ipanema und Copacabana sind der Freizeitpark der Einheimischen. Badeplatz, Sportplatz und Erholungspark. Wobei der Teil der Copacabana Richtung Zuckerhut zum Rotlichtviertel gehört. Spätestens ab dem 5-Uhr-Bier werden hier die ersten Frauen verteilt.

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Oft war ich in Rio allein unterwegs. Zum Schwimmen an die Copacabana nahm ich wohl gewarnt keine Wertsachen mit. Trotzdem war ich einmal im Bus unachtsam, weil ich irgendwann glaubte, es könne doch nichts passieren, als dann meine kleine Rollei 35 den Besitzer wechselte. Ich war selber schuld. Im Gedränge hatten drei junge Frauen die Tasche aufgeschlitzt und die Kamera mitgehen lassen.

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Ein langer Tagesausflug bringt mich zu den Tropical Islands in Itacuruca, etwa 2 Stunden mit dem Bus von Rio entfernt. Wir fahren durch die äußeren Industriebezirke und sehen an den Hügeln die Favelas. Ich habe ja auch Limas Randbezirke gesehen; hier ist es bei weitem nicht so schlimm. Wir können von dem Schiff sogar einmal zehn Minuten im sauberen Meer schwimmen.