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Im Frühjahr 2006 flogen wir nach Catania und starteten dort zu einer Inselrundfahrt. Wir hatten ein Auto gemietet, die Hotels waren vorgebucht und so konnten wir uns ohne aufwändige Hotelsuche in den sizilianischen Autoverkehr begeben.
Dieses Jahr unserer Reise kann man wohl als das "Renovierungsjahr" der historischen Stätten in Sizilien bezeichnen. Sehr viele Kirchen und Tempel waren von Gerüsten umgeben. Es wird viel getan. Aber in den Altstädten stehen auch viele Gebäude leer, wie z.B. in Syrakus. Es ist ja auch unmöglich dies alles in zwanzig Jahren zu schaffen. Aber es geschieht zumindest etwas. Man versucht die historischen Stätten zu erhalten.
Ein Wort noch über den Autoverkehr: In Syrakus begann ich schnell sizilianisch fahren zu lernen. Sehr achtsam muss man gegenüber den Moped-Fahrern sein. Die kommen immer aus allen, auch unver- hofften Richtungen. Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist ein absolutes Muß!
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Sizilien
Cefalu
Syrakus ist unser erster Übernachtungsort. New York der Antike wird die Stadt genannt. Eine Million Menschen sollen hier früher schon gelebt haben. Von dem alten Glanz ist nicht mehr so viel erhalten. Jedoch wird überall renoviert, einige der verlassenen Häuser in der Altstadt wieder mit Leben erfüllt. Wir besuchen die moderne Kirche Santuario della Madonnina delle Lacrime, das Theater und die Grotte in den Steinbrüchen mit dem Ohr des Dionysios.
Syrakus, Altstadt Ortigia
Noto, die Hauptstadt des italienischen Barock, schauen wir uns am frühen vormittag an. Auch hier ist der berühmte Dom von Gerüsten umgeben, der Eintritt nicht mehr gestattet. Wir spazieren durch wunderschöne Gassen, der Barock ist allgegenwärtig. Dementsprechend ist der Besucherstrom selbst schon am frühen Vormittag.
Noto
Ragusa ist die nächste bedeutende Barockstadt, nicht so überlaufen wie Noto. In den Strassen ist es noch geruhsam, in den wenigen, neu eröffneten Lokalen gibt es noch Platz für die Touristen. Dann haben wir auch erst einmal ausreichend Barock gesehen. Die Altstädte von Caltagirone oder Agrigent ersparen wir uns danach.
Ragusa
In Selinunte schauen wir uns den grossen Tempelbezirk an. Da stehen auch nicht mehr so sehr viel Steine aufeinander. Wie in Agrigent stehen auch hier einige Gerüste.
Agrigent - Selinunte
Wir fahren die ganze Zeit auf Nebenstrassen ohne viel Verkehr, durch geruhsame Landschaften, manchmal auch durch Weinbaugebiete. Nun nähern wir uns immer weiter dem Westteil der Insel, kommen nach Marsala wieder an das Meer. Dort fahren wir eine wunderschöne Küstenstrasse entlang und finden da sogar einen Picknickplatz. Danach gelangen wir zu den Salinen, die teilweise auch wieder in Betrieb genommen wurden.
Salinen bei Marsala
Trapani diente früher als Kulisse für Mafia-Filme. Heute erstrahlt die Innenstadt renoviert und in der Fußgängerzone gibt es elegante Geschäfte und gepflegte Restaurants. Wir fahren den Hügel hinauf nach Erice. Unser kleines Hotel liegt mitten im Dorf und ist nur auf engsten Dorfstrassen zu erreichen. Einmal bringe ich das Auto nicht um die Kurve und es gibt einige Kratzer für die Vollkasko.
Trapani von Erice
Blick von Erice
Bevor wir uns mit dem Auto nach Palermo hineinstürzen, besuchen wir den fantastischen Dom in Monreale. Monreale ist der absolute Hit, was Verkehr und enge Gassen angeht. Das Zentrum von Monreale finden wir lange nicht, es gibt keine Hinweisschilder. Auch die Türme des Doms sind nicht zu sehen.So irren wir einige Zeit durch schmalste Gassen. Ein junger Mopedfahrer rammt schließlich leicht den Kofferraumdeckel unseres Golfs. Es gibt eine kleine Beule und einen neuen Kratzer für die Vollkasko. Schließlich finden wir doch einen hervorragenden Parkplatz ganz nahe am Dom.
Dom von Monreale
Vor dem Verkehr in Palermo haben wir einigen Respekt durch Erzählungen von Touristen. Aber eigenartigerweise finden wir unser Hotel auf Anhieb ohne uns auch nur einmal zu verfahren, ganz im Westen der Via Roma, nahe am Hafen und unweit der neuen Fußgängerzone. Ein voller Tag bleibt uns zur Besichtigung Palermos.
Kathedrale von Palermo
Palermo, Innenstadt und Markt
La Martorana
In Cefalu bleiben uns wieder zwei Tage. Wir können von unserem Hotel zu einem kleinen Strand laufen. Mitte Mai ist es bereits möglich im Meer zu schwimmen. In Cefalu gibt es eine sehenswerte normannische Kathedrale.
Cefalu, Kathedrale
Von Cefalu fahren wir quer durch das Land Richtung Taormina und sehen den schneebedeckten Ätna. Wir wollen den Berg am Urlaubsende besteigen. Aber leider müssen wir dann ein paar Tage früher abreisen und das gelingt uns nicht mehr.
Ätna
Taormin liegt wunderschön in einem der schönsten Teile Siziliens. Unser Hotel "Cristal Sea" liegt etwas abseits auf einer Anhöhe. Dahin würden wir auch gerne wiederkommen. Ein paar Tage fehlten uns dann doch. Sizilien ist eine tolle Insel. Es blühte überall, mehr als an anderen Orten, die man Blumeninseln nennt. Die Menschen sind immer höflich und hilfsbereit. Auch in Palermo braucht niemand Bedenken zu haben.
Taormina
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